Holzschutz und Sanierung
Holz wird auch heute noch häufig als Baustoff eingesetzt, da es sich über Jahrhunderte bewährt hat. Neben all seinen positiven Eigenschaften besteht aber immer die Möglichkeit, dass Holz von Schädlingen befallen wird. Zu den häufigsten Schädlingen zählen der Hausbock, Nagerkäfer, Pilze, Ameisen oder der Hausschwamm. Die Bekämpfung von Pilzen und tierischen Holzschädlingen im Bauholz ist in Deutschland im wesentlichen in der DIN 68800 geregelt.
Zur Bekämpfung werden hauptsächlich das Heißluftverfahren, die chemische Holzschädlingsbekämpfung, die Begasung und das Mikrowellenverfahren eingesetzt.
Die S&A Service und Anwendungstechnik hat sich auf die Behandlung befallener, verbauter Holzteile im Heißluftverfahren, der chemischen Methode oder einer Kombination beider Methoden spezialisiert. Hierbei steht die Werterhaltung mit Gefühl und Verstand für uns im Vordergrund.
Heißluftverfahren:
Im Heißluftverfahren werden durch Aufheizen befallener Bauteile tierische Schädlinge zuverlässig abgetötet. Die DIN 68800 schreibt eine Abtötungstemperatur, an allen Stellen des zu behandelnden Holzes, von 55°C mit einer Einwirkungszeit von 60 Minuten vor. Wir erzeugen mit einem 590 KW Heißluftgerät eine gleich bleibend hohe Temperatur, die über Schläuche in den befallenen Bereich eingebracht wird. Somit kann die Hitze das gesamte befallene Holz durchdringen und die Schädlinge sicher abtöten. Eine elektronisch gesteuerte, messtechnische Begleitung über ein 32-Kanal-Meßfühler-System erlaubt die genaue Dokumentation der erreichten Kerntemperatur in den zu behandelnden Hölzern.
Chemischer Holzschutz:
Eine alternative zum Heißluftverfahren stellt der chemische Holzschutz dar. Hierbei werden im Sprühverfahren oder im Druckinjektionsverfahren Holzschutzmittel in das Holz auf- bzw. eingebracht. Beim Sprühverfahren wird von uns großflächig ein geruchs- und farbloses Holzschutzmittel auf die Holzoberflächen verteilt. Die Oberfläche des Holzes wird damit bis zu einer ausreichenden Eindringtiefe versiegelt und lässt keine Schädlinge mehr durch.
Fußpfetten oder Dielenbalken etc., die mit dem Sprühverfahren nicht erfasst werden können, werden im Druckinjektionsverfahren behandelt. Im Abstand von ca. 15 – 20 cm werden 9,5 mm große Bohrlöcher angebracht, in die ein Kunststoffventil eingeschlagen wird. Durch dieses Ventil wird per Hochdruck ein Holzschutzmittel in den Balken eingepresst und verteilt sich sehr schnell durch vorhandenen Fraßgänge, was zu einer raschen Abtötung des Holzschädlings führt.
