Motten bekämpfen
Was im Allgemeinen als Motte bezeichnet wird, gehört zur Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera), die auch Falter genannt werden.
Als Schädlingsbekämpfer interessieren wir uns für die vorratsschädigenden Schmetterlingsarten, welche in häuslichen Vorräten und Lebensmittellagern, aber auch Kleidung und Polstermöbeln großen Schaden anrichten.
Als Hauptakteure sind die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) und die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) zu nennen (siehe Bilder). Recht bekannt ist aber auch die Tabak- Mehl-, oder Speichermotte (Ephestia elutella).
Auf Grund ihres besonders gut ausgebildeten Geruchssinnes können Motten-Männchen die Weibchen aus großen Entfernungen ausmachen, teilweise bis zu 1.000 Metern und mehr. Damit ist die hohe Attraktivität der Sexualhormone (Pheromone) bei Motten bewiesen.
Pheromone sind Botenstoffe, die der biochemischen Kommunikation zwischen Lebewesen dienen. Am Bekanntesten sind sie als Sexual-Lockstoff zum Auffinden von Paarungspartnern. Das Prinzip des Anlockens wird in der Schädlingsbekämpfung genutzt, insbesondere bei Motten. Durch das Ausbringen geeigneter Pheromone werden die Männchen an andere Stellen gelockt, um die Paarung mit den Weibchen zu unterbinden. So können keine Motteneier befruchtet und abgelegt werden und daraus keine Raupen (Larven der Motte) entstehen.
Ist allerdings ein Mottenbefall vorhanden, so verunreinigen Kotpartikel die Ware und die klebrigen Spinnfäden der Raupe fördern eine Klumpenbildung. Ganze Nahrungsmittelbestände werden eingesponnen. Schimmelbildung geht als Folge des Mottenbefalls oft einher.
Somit werden Mehl, Getreide Nüsse, Gewürze, Trockenobst, Nudeln oder Schokolade für den menschlichen Verzehr unbrauchbar und müssen dann komplett entsorgt werden.
Ein Mottenbefall muss unterbunden werden. Auch hier gilt:
Prophylaxe (Vorbeugung) und Bekämpfung gehören zusammen.
Informieren Sie uns rechtzeitig. Wir helfen!
